Seit meinem Studium des Lichtdesigns an der Lichtakademie Bartenbach in Innsbruck habe ich meinen Beleuchtungsstil grundsätzlich geändert.
 

Während dieser Zeit beschäftigte ich mich viel mit indirekter Beleuchtung über Aluminiumoberflächen, wie sie in der Architektur häufig verwendet wird. Das Licht fällt dabei nicht direkt auf das Objekt, sondern wird über eine reflektierende Oberfläche auf das Objekt abgelenkt und dadurch gestaltet. Dabei wird die Charakteristik des Lichts, d.h. Streuung, Abschattung etc. nicht direkt am Scheinwerfer gesteuert, sondern an der reflektierenden Oberfläche. Veschiedene hochreflektierende Materialien bilden das Sortiment, mit dem man das Licht verändert.


Der Standort des Scheinwerfers wird sekundär, und gerade in engen, kleinen Motiven kann man die Leuchte außerhalb des benötigten Raums plazieren. Der Lichtabfall wird durch den längeren Weg gleichmäßiger und wirkt sehr natürlich. Die Reflektoren sind leicht und in unterschiedlichen Größen einsetzbar. Gerade wo Scheinwerfer schwer zu verbauen und zu verkabeln sind, ist es leichter einen kleinen Reflektor anzubringen. Dadurch spart man viel Zeit, gerade wenn die Kabelwege kompliziert sind. 
 

Im Innenraum benutze ich kaum Rahmen und Fahnen, das begünstigt die Bewegungsfreiheit der Schauspieler. Das Set bleibt durch die Verringerung der Scheinwerfer zusätzlich kühler und ruhiger, da auch keine Vorschaltgeräte im Raum stehen.

Beispiel einer Portraitausleuchtung mit einer Lichtquelle und 6 unterschiedlichen Reflektoren.